Chronische Verstopfung

Was kann man gegen eine chronische Verstopfung tun?

Immer dabei: Ernährung & Bewegung

Obwohl, wie oben schon erwähnt, der Einfluss der Lebensgewohnheiten auf den Stuhlgang in vielen Fällen begrenzt oder sogar nicht vorhanden ist, sollten Sie gemeinsam mit dem Arzt oder einem Ernährungsberater prüfen, ob Sie sich in puncto Ernährung etwas Gutes tun können. Jede Verstopfung, gleichgültig ob sie durch eine Grundkrankheit oder ein Medikament bedingt ist oder ob die Ursache nicht bekannt ist, erfordert zunächst eine Prüfung von Ernährung und Lebensgewohnheiten.

Eine Extraportion Ballaststoffe hilft der Vedauung                                                       

Ballaststoffe sind einer der wichtigsten Ernährungsbestandteile, die regulierend auf die Verdauung wirken können. Sie passieren den Darm und verlassen den Körper fast genauso, wie sie aufgenommen wurden. Trotzdem haben Ballaststoffe eine wichtige Funktion: Da sie auf ihrem Weg durch den Darm viel Wasser aufnehmen, vergrößern sie das Stuhlvolumen und regen die Darmtätigkeit an.

Ballaststoffe nehmen wir vor allem mit Gemüse, Rohkost, Kartoffeln oder Vollkornprodukten
zu uns. Ballaststoffreiche Lebensmittel haben aber auch andere gesundheitliche Vorteile. Sie decken unseren Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen besser als Fastfood, Weißbrot oder Zucker. Außerdem wirken sie positiv auf Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen, zum Beispiel auf Blutfette und Blutzucker.

Immer ausreichend trinken

Auch Flüssigkeitsmangel leistet einer Obstipation Vorschub. Wird zu wenig getrunken, versucht der Körper, Wasser zu sparen. Das erfolgt unter anderem durch Wasserentzug aus dem Darm. Generell sollten wir pro Tag mindestens 1,5 l Wasser oder ungesüßte Tees trinken. Wegen der Wasseraufnahme durch die Ballaststoffe gilt dies bei ballaststoffreicher Ernährung ganz besonders. Und auch wenn es nicht sehr lecker klingt: ein Glas lauwarmes Wasser auf nüchternen Magen hat schon so manchen Darm in Bewegung gebracht. Andere Hausmittel bei Verstopfung sind z. B. Trockenpflaumen, Sauerkrautsaft oder Buttermilch. Eine Extraportion Ballaststoffe bietet Weizenkleie, ein Nebenprodukt der Weizenverarbeitung. Ihr Ballaststoffgehalt von fast 50 % wird von keinem anderen Lebensmittel übertroffen. Damit die Weizenkleie ihren Zweck, nämlich das Aufquellen des Speisebreis zu einem größeren Volumen, erreichen kann, gilt auch hier die Empfehlung, ausreichend zu trinken.

Auch Bewegung hilft der Verdauung

Langes Sitzen beeinträchtigt die Aktivität des Darms, während der äußere Reiz der Bewegung, zum Beispiel das leichte Auf und Ab beim Laufen, stimulierend wirkt. Das Sprichwort „nach dem Essen sollst du ruhen oder tausend Schritte tun“ führt in die Irre: das Ruhen sollte man ganz unterlassen, dafür darf die Anzahl der Schritte gern etwas höher sein als tausend. Auch gezielte Bauchübungen mit An- und Entspannen der Bauchdecke, oder leichte Bauchmassagen fördern die Verdauungstätigkeit.