Demenz

Diagnose - die Grundlage für die Therapie

Frühzeitige Diagnostik ist wichtig!

Eine gute und vor allem frühzeitige Diagnostik ist die Grundlage für die Therapie und Betreuung von Alzheimer Demenz-Patienten. Je schneller therapeutische und präventive Maßnahmen ergriffen werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Pflegebedürftigkeit verzögert werden kann.

Ein wesentliches Merkmal der Alzheimer Demenz sind die Einbußen der kognitiven Fähigkeiten, die zunehmend dazu führen, dass der Betroffene erlernte Fähig- und Fertigkeiten verliert und in seinem alltäglichen Leben eingeschränkt wird. Deshalb ist es wichtig, dass die Angehörigen zur Diagnosestellung den Betroffenen zum Arzt begleiten, denn deren Informationen sind zum Teil „hilfreicher“ als die des Betroffenen alleine.

Der Facharzt wird zunächst abklären, ob die vorliegenden Symptome „altersgemäß“ sind oder ob eine beginnende Alzheimer Demenz vorliegt.

Danach wird der Arzt, um andere Erkrankungen, die einer Alzheimer Demenz ähneln, ausschließen zu können, körperliche und neuropsychologische Untersuchungen durchführen.

Neuropsychologische Untersuchungen

Die neuropsychologischen Untersuchungen sind speziell entwickelte Testverfahren, die die aktuelle kognitive Leistungsfähigkeit des Patienten beurteilen.


Dazu gehören zum Beispiel:

  • MMST (Mini-Mental-Status-Test): 3-10 minütiger Fragebogentest zur Abschätzung der kognitiven Fähigkeiten von älteren Menschen; überprüft werden die zeitliche und räumliche Orientierung, Merk- und Erinnerungsfähigkeit, Aufmerksamkeit, sowie Sprache, Lesen, Schreiben und Rechnen
  • DemTect (Demenz-Detektion): relativ neuer Test mit 5 Aufgaben zur Überprüfung des Kurz- & Langzeitgedächtnisses, der geistigen Flexibilität („Zahlenwandelaufgabe“), Aufmerksamkeit und Sprache
  • ADL-Skalen (activities of daily living): Test zur Messung der Alltagskompetenz mit einer Bewertungsskala von 1 für “nie vorhandene” und 10 für „immer vorhandene Schwierigkeiten“
  • Uhrentest: kurzer Test, der aus dem Zeichnen einer Uhr inklusive Uhrzeit besteht; durch erste visuelle und räumliche Orientierungsprobleme kann das bereits zu Problemen führen und lässt Rückschlüsse auf den geistigen Zustand des Patienten zu

 

Ist der Verdacht auf eine Demenz gegeben, wird der Arzt entweder eine ComputerTomographie (CT) oder eine MagnetResonanzTomographie (MRT) durchführen lassen, sowie bestimmte Blutwerte untersuchen. Dies dient zur Abgrenzung von anderen Ursachen, die auch eine Demenz auslösen können  und oft behandelbar sind. So kann z. B. bei den bildgebenden Verfahren ein Tumor entdeckt werden, der die Kognition einschränkt oder bei den Blutwerten ein Mangel an Vitamin B12.

Es gibt noch keine alleinige Untersuchung, die sicher zur Demenzdiagnostik eingesetzt werden kann, die Erfahrung zeigt aber dass sich in über 80 % der Fälle die Verdachtsdiagnose bestätigt.