Depression

Symptome einer Depression

Nicht alle, die an einer Depression erkranken, leiden unter den gleichen Symptomen. So individuell wie die einzelnen Menschen sind, so individuell ist die Erkrankung.

Die depressive Verstimmtheit steht nicht immer im Vordergrund, eine Depression hat viele unterschiedliche Gesichter, so dass man bei manchem Symptom zunächst gar nicht an diese Erkrankung denkt.

Hauptsymptome (nach ICD-10):

  • Verlust von Interesse und Freude
  • Depressive Stimmung („innere Leere“)
  • Antriebsverminderung

Zusatzsymptome (nach ICD-10):

  • Konzentrationsstörungen
  • Mangelndes Selbstwertgefühl und/oder Selbstvertrauen
  • Gefühle von Schuld und Wertlosigkeit
  • Pessimistische Zukunftsperspektiven
  • Schlafstörungen
  • Appetitverminderung
  • Lebensüberdruss, Selbsttötungsabsichten

Weitere charakteristische Symptome:

  • Libidoverlust
  • Grübeln, Entscheidungsunfähigkeit
  • Gefühl der Gefühllosigkeit
  • Innere Unruhe und Getriebenheit, auch Antriebssteigerung („agitierte Depression“)
  • Körperliche Symptome (z.B. häufige Kopfschmerzen, Herzprobleme, Magen-Darmstörungen)

 

Unterschiedlicher Schweregrad

Der Schweregrad der Symptome kann sehr unterschiedlich sein und verändert sich auch im Verlauf der Erkrankung. Beim einen fängt es mit Schlafstörungen an, die man auf den Stress im Job oder mit der Familie zurückführt, doch bleiben diese Schlafstörungen, auch wenn man das „Problem“ scheinbar gelöst hat. Beim anderen ist der Interessensverlust auffällig. Er geht seinen Hobbies nicht mehr nach, die Begeisterungsfähigkeit ist völlig verloren gegangen und die Gedankenwelt ist von Hoffnungslosigkeit und Pessimismus geprägt, der sich bis zu Suizidgedanken steigern kann. Für die meisten Patienten stellt die Bewältigung des Alltags ein großes Problem dar.

Häufig leidet der Patient nicht nur unter einer Depression. Bis zu 80 % der Patienten leiden zudem unter Angstgefühlen (bis hin zu einer behandlungsbedürftigen Angststörung). Bei einigen Patienten führt die Depression zu einem Missbrauch von Alkohol und Drogen. Bis zu 15 % der Erkrankten mit wiederkehrenden depressiven Phasen sterben durch Suizid. Dieses hohe Selbstmord-Risiko darf man vor allem am Anfang und am Ende einer depressiven Phase nicht unterschätzen.