Epilepsie

Mögliche Auslöser

Ein epileptischer Anfall ist durch eine abnorme elektrische Entladung der Nervenzellen in bestimmten Hirnregionen gekennzeichnet. Meist kommt es zu dieser Überreaktion durch ein Ungleichgewicht von hemmenden und erregenden Neurotransmittern. Diese unkoordinierte Signalübertragung zwischen den Nervenzellen kann Auswirkungen auf die Muskulatur haben, so dass man die vielleicht bekannten Krämpfe sehen kann oder den Verlust des Muskeltonus mit der Folge eines Sturzes.

Die möglichen Ursachen, die zu diesen abnormen Entladungen mit der Folge eines epileptischen Anfalls führen, sind sehr vielfältig und unterscheiden sich je nach Form der Epilepsie.

Zu den möglichen Auslösern zählen:

Hirnschädigungen
Durch Verletzungen, Hirntumore, Schlaganfall oder Gehirnentzündungen kann es zu Narbengewebe im Gehirn und anderen Defekten kommen. Dies beeinträchtigt die benachbarten Nervenzellen in einer Weise, dass sie ihre Tätigkeit nicht mehr ordnungsgemäß ausführen können und lokale Anfallsherde bilden. Man spricht hier auch von eine symptomatischen Epilepsie, weil sich die Anfälle auf eine identifizierbare Grunderkrankung zurückführen lassen.

Vererbung
Einige Formen der Epilepsie sind auf genetische Faktoren zurückzuführen. Die Zahl liegt aber nur bei ca. 1 %, so dass man sie nicht zu den klassischen Erbkrankheiten zählt. Man weiß jedoch heute, dass die erhöhte Anfallsbereitschaft vererbbar ist. Dies allein führt noch nicht zu einer Epilepsie, in Kombination mit weiteren Faktoren (siehe Provokationsfaktoren) können jedoch Anfälle ausgelöst werden. Man spricht hier auch von der idiopathischen Epilepsie, einer Epilepsie ohne nachweisliche Ursache.

Provokationsfaktoren
Manche Betroffene wissen, dass bestimmte Faktoren oder Ereignisse bei ihnen zu einem Anfall führen bzw. die Anfallsbereitschaft erhöhen können. Diese nennt man auch Provokationsfaktoren. Dazu gehören z. B. der Schlafentzug, hohes Fieber, Flackerlicht oder Hyperventilation.