Schizophrenie

Entstehung und Ursachen

Die genaue Ursache der Schizophrenie ist bislang nicht geklärt. Es gibt verschiedene Anzeichen, dass es sich um eine multifaktorielle Erkrankung handelt.

Man geht davon aus, dass das Zusammenwirken von individueller Sensibilität (= Vulnerabilität), Stressfaktoren und mangelnden Bewältigungsmechanismen entscheidend für den Krankheitsausbruch sind. Die Toleranzschwelle ist bei Schizophreniepatienten geringer, so wird beispielsweise beobachtet, dass akute Schübe in besonders belastenden und neuen Lebenssituationen auftreten.

Weitere Faktoren, die eine Rolle spielen, sind:

  • Genetische Disposition: ca. 50 % der Kinder schizophrener Eltern zeigen psychische Auffälligkeiten, 12 % erkranken selbst.
  • Veränderungen in der Hirnstruktur: beim schizophrenen Patienten lässt sich in feingeweblichen Untersuchungen ein Mangel an Nervenfasern und Nervenverbindungen in bestimmten Hirnregionen nachweisen, dieser kann auch schon vor oder während der Geburt erworben worden sein, z. B. durch Geburtskomplikationen.
  • Biochemische Veränderungen: eine Schlüsselrolle spielt der Neurotransmitter Dopamin; während einer akuten Psychose ist Dopamin in einer sehr viel höheren Konzentration vorhanden und führt dadurch zu einer zentralnervösen Übererregbarkeit.
  • Drogenkonsum: es gibt Hinweise, dass Cannabis - bei entsprechender Disposition - zum Ausbruch bzw. zur Beschleunigung des Krankheitsausbruchs führen kann.

 

Die Schizophrenie tritt selten nur einmal auf. Sie verläuft meist in mehreren Episoden (Schüben) und wird häufig chronisch.