Opioidabhängigkeit

Suchtdreieck

Welche Faktoren fördern Sucht und Abhängigkeit? Warum werden manche Menschen schnell abhängig und andere nicht?

 

Eine systematische Analyse führt zu drei Hauptfaktoren, unter die sich alle anderen Faktoren einordnen lassen und die in einer komplexen Wechselbeziehung zueinander stehen: es ist das "Suchtdreieck" aus:

  • Persönlichkeit
  • sozialem Umfeld
  • Substanz

 

Bestimmte Persönlichkeitsmerkmale scheinen eine Opioidabhängigkeit zu begünstigen z. B. eine erhöhte Impulsivität und ein ständiges Gefühl der Unzulänglichkeit. Auch bestimmte frühkindliche bzw. familiäre Erfahrungen und einige psychische Erkrankungen z. B. Borderline-Persönlichkeitsstörungen, Depressionen etc. können die Entstehung einer Opioidabhängigkeit begünstigen sowie den Verlauf und die Schwere der Abhängigkeit beeinflussen.

 

Auch das soziale Umfeld wie Freunde, Familie, Schule und Arbeitsplatz sowie die Verfügbarkeit von Substanzen spielen oft eine wichtige Rolle bei der Suchtentstehung.

 

Nicht zuletzt beeinflussen auch das Anwendungsmuster also die Häufigkeit und Dauer der Einnahme, die Höhe der Dosis sowie die spezifischen Eigenschaften des Opioids die Abhängigkeitsentwicklung. Auch die Darreichungsform (Pflaster, Tablette, Tropfen/Lösung) ist von Bedeutung. Bei intravenöser Gabe ist durch die schnellere Anflutungsgeschwindigkeit des Wirkstoffs in das Gehirn die Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung höher als bei oraler Einnahme oder Verwendung von Pflastern.