Parkinson

Verlust an Nervenzellen

Morbus Parkinson gehört zu den neurodegenerativen Erkrankungen, d. h. es ist eine langsam fortschreitende Erkrankung, die mit einem Verlust an Nervenzellen im Gehirn einhergeht.

Die Nervenzellen sterben im Bereich der sogenannten Substantia nigra ab.

Die Substantia nigra ist in das extrapyramidalmotorische System eingegliedert und setzt den Botenstoff Dopamin frei. Dopamin hat eine entscheidende Rolle beim Bewegungsverhalten des Menschen. Es reguliert den ganzen Bewegungsablauf und damit die Muskelanspannung und -entspannung.

Sterben nun die Zellen in der Substantia nigra ab, kommt es zu einem Dopaminmangel und in der Folge zu Beeinträchtigungen im Bewegungsmuster. Dieses Absterben passiert nicht von heute auf morgen, erst wenn der Dopamin-Gehalt auf 70-80 % gesunken ist, treten die ersten Parkinson-Symptome auf. Da der Dopaminmangel eine wichtige Rolle bei der Erkrankung spielt, ist er auch ein wichtiger Ansatzpunkt für die medikamentöse Therapie und wir kommen in dem Kapitel noch einmal darauf zu sprechen.

Warum es zu diesem Absterben der Nervenzellen kommt, ist bis heute leider nicht vollständig geklärt.