Schizophrenie

Positiv- und Negativsymptomatik

Die Schizophrenie hat ein vielfältiges Erscheinungsbild. Die Ausprägung der Symptome hängt bis zu einem gewissen Grad von der Persönlichkeit des Betroffenen ab.

Ein prägnantes Merkmal ist, dass der Patient nicht mehr er selbst zu sein scheint. Sein Verhalten ist unangemessen oder gar nicht vorhanden, weil ihm jegliches Interesse  verloren gegangen ist.

Einige fangen an Stimmen zu hören, die ihnen Befehle erteilen oder jede Handlung kommentieren. Andere fühlen sich verfolgt, glauben ihre Gedanken würden beeinflusst oder fühlen sich zu großen Aufgaben berufen. Wieder andere zeigen die so genannte „Affektverflachung“, d. h. sie fühlen sich innerlich leer und alles ist ihnen gleichgültig.

Bei den Symptomen unterscheidet man zwischen der Positiv- und Negativsymptomatik.

Die Positivsymptomatik ist geprägt durch Übersteigerungen, Fehlinterpretation des „Normalen“ bis hin zu Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Ich-Störungen. In dieser Phase zeigt der Betroffene in der Regel keinerlei Krankheitseinsicht.

Bei der Negativsymptomatik sind vor allem die Emotionen vermindert. Der Betroffene zeigt keinerlei Motivation, hat eine reduzierte Mimik und Gestik, kognitive Defizite, ist antriebslos und verwahrlost häufig.

Häufig tritt eine Schizophrenie nicht allein bei einem Patienten auf. Viele leiden an weiteren psychischen Erkrankungen, wie einer Depression, Sucht oder Angststörung.
Sucht ist vor allem bei den jüngeren Patienten ein Thema.  Unter ihnen findet man viele Cannabis-Konsumenten, das laut neueren Studienergebnissen einen Krankheitsausbruch beschleunigen bzw. überhaupt einen Ausbruch fördern kann.