Schmerz

Akute und chronische Schmerzen - was ist der Unterschied?

Akute und chronische Schmerzen werden durch verschiedene Merkmale klassifiziert.

Akuter Schmerz ist überlebenswichtig und ein natürliches Phänomen. Es handelt sich um ein Warnsignal des Körpers und hilft bei der Diagnose einer zugrunde liegenden Verletzung oder Krankheit. Es gilt, die Ursache ausfindig zu machen und wenn möglich zu beseitigen. Akuter Schmerz ist in der Regel auf den Ort der Schädigung begrenzt. Bei einem gebrochenen Fuß schmerzt meist ausschließlich der Fuß. Die Intensität und Dauer des Schmerzes hängt auch vom Ausmaß der Verletzung ab. Ein Bruch schmerzt in der Regel stärker und länger als eine leichte Prellung.

Entscheidend ist aber, dass akute Schmerzen verschwinden, sobald die ursächliche Erkrankung geheilt ist - in der Regel nach einigen Tagen oder Wochen. Oftmals wird diese Form des Schmerzes auch als "Positiver Schmerz" bezeichnet.

Chronischer Schmerz kann ebenfalls die Folge einer Gewebeschädigung sein, etwa bei chronischen Erkrankungen und Entzündungen (Rheuma, Krebs). Laut aktuellen Angaben sind in Deutschland etwa 12-15 Millionen Menschen von chronischen Schmerzen betroffen, wobei Rückenschmerzen mit Abstand am häufigsten angegeben werden.

Man spricht von chronischen Schmerzen, wenn sie länger als 6 Monate andauern und an mehr als 15 Tagen im Monat vorkommen. Chronische Schmerzen können konstant bestehen oder phasenweise stärker bzw. schwächer sein.